Das alles ist Wimmer Gymnasium...
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Eine Welt, die auseinander fällt.

Mehr brauche ich nicht zu sagen. Wir im Wohlstand lächeln und leben blind vor uns dahin – gierig, geizig, gnadenlos. Welche Wirkung unser unachtsames, unreflektiertes kapitalistisches Konsumverhalten auf Umwelt, Mitmenschen, Zukunft, und schließlich auch uns selbst hat, wissen wir im Grunde alle. Doch es ist unsere Bequemlichkeit, welche uns letztendlich zum Verhängnis werden wird.
Die Umweltproblematik hat mich schon seit jeher beschäftigt und bewegt – seien es Ozeane voll Plastik, enorme CO2-Emissionen, Massentierhaltung oder intensive Landwirtschaft. Als ich schließlich von der jungen Schwedin Greta Thunberg zu hören bekam und ziemlich beeindruckt von ihrem Mut, ihrem Engagement und ihrer Zuversicht war, wollte ich ebenso versuchen, ein kleines Zeichen zu setzen und so vielleicht gleichfalls einen minimalen Beitrag zu einem gesunden, kraftvollen Planeten zu leisten. Sechs Wochen stehe ich bereits jeden Freitag von halb sieben bis halb acht in Oberschützen, mit einem selbstgebastelten Plakat und will meine Mitmenschen anregen, zu reflektieren. Anfangs war ich alleine und erwiderte fragende, verblüffte, verwirrte Blicke. Doch Freunde gesellten sich zu mir, Wortwechsel wurden geführt und Hoffnung weiter gegeben. Mittlerweile bringt jeder neue Freitag jede Menge neue Menschen. Eine Versammlung voll Menschen mit Mut, Kraft und Tatendrang! So können wir einander zwar nicht verändern, was wir aber können ist einander inspirieren!
Nun liegt es an uns, nachzudenken, umzudenken, querzudenken. Die Umweltproblematik ist nicht bloß ein Thema, welches einen geringen Teil der Menschheit betrifft. Wir alle leben hier und jetzt auf dieser Erde, folglich sollte jene Angelegenheit an oberster Priorität stehen – für jeden von uns!
Lasst uns doch unsere Trägheit überwinden, der Wahrheit wacker ins Gesicht blicken und erkennen, und einsehen, dass wir unsere Lebensweise grundlegend verändern müssen. Wir müssen reflektieren und reduzieren – auch wenn es anfangs bitter ist.
Nachdenken – umdenken – querdenken. Der Werdegang und Fortbestand der Menschheit, dieses einzigartigen, einmaligen Planeten, die Zukunft des Lebens liegt in unserer Hand! So lasst uns doch diese Aufgabe mit Würde tragen. Lasst uns diese Herausforderung in Ehren halten! Lasst uns unsere Erde, unseren Ursprung, unser zuhause schützen, pflegen, hüten, bewahren, begleiten und einfach lieben!
Ich für meinen Teil versuche weitgehend alles in meiner Macht stehende umzusetzen und zu praktizieren, damit Leben weiterhin bestehen kann. Ich esse kein Fleisch, kaufe bestmöglich regionale, saisonale, verpackungsfreie und fair gehandelte Lebensmittel, konsumiere bloß das Nötigste, achte mittlerweile auf Herkunft und Produktion meiner Kleidung, fahre viele Strecken mit dem Rad und versuche sowohl Strom als auch Wasser zu sparen... Jeder einzelne kann zwar für sich versuchen, in kleinen Schritten sein Handeln umzustellen, zurück zur Einfachheit, zur Bescheidenheit zu finden, aber werden wir dadurch die Welt retten? Großkonzerne, Politik und Wirtschaft müssen ebenso dazu bereit sein, endlich andere Wege einzuschlagen, auch wenn dies womöglich Verlust und Einbuße bedeutet. Doch wenn wir zusammenhalten und ein gemeinsames Ziel vor Augen haben, ist es möglich diese Welt zu retten!
Viele Menschen setzten bereits Zeichen, jetzt ist es auch für dich an der Zeit, zu handeln. Lasst uns bereit sein! Das einzige, was wir bloß zu machen brauchen, ist endlich anzufangen! Denn wir wollen keine Welt, die auseinander fällt. Wir wollen eine Welt, die zusammenhält!

Julia Zink

EVANGELISCHES GYMNASIUM FÜR MUSIK UND KOMMUNIKATION
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