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Die dritte Dimension

Plastiken, Skulpturen, Objekte und Installationen nehmen in der Kunst eine besondere Rolle ein, da sie den Raum im Gegensatz zu zweidimensionalen Werken nicht nur abbilden, sondern ihn aktiv gestalten. Sie können von verschiedenen Seiten betrachtet, umrundet, manchmal berührt oder sogar betreten werden, wodurch den Betrachter*innen eine besonders intensive sinnliche Erfahrung ermöglicht wird.


In der Kunstgeschichte erfüllen dreidimensionale Werke vielfältige Funktionen: Neben ursprünglich oft kultischen oder religiösen Zwecken dienten und dienen sie häufig der Repräsentation, erinnern an historische Persönlichkeiten oder Ereignisse, stellen Ideale von Schönheit und Macht dar - oder ebendiese in Frage - und gestalten auf eindrückliche Weise öffentliche Räume. Dabei spiegeln sie stets die Werte, Techniken und Fragestellungen ihrer Zeit wider. Besonders in der Moderne und in der zeitgenössischen Kunst überschreiten dreidimensionale Kunstwerke häufig traditionelle Grenzen, indem sie neue Materialien, Bewegung oder sogar den/die Betrachter*in selbst miteinbeziehen.


Inspiriert von unterschiedlichen künstlerischen Positionen ließen die 4A und die 6B seit Beginn des Schuljahres ihrer Kreativität in der dritten Dimension freien Lauf. Während die 4A in Anlehnung an Niki de Saint Phalles "Skinnies" ("Luftskulpturen") eigene luftig-leichte Drahtplastiken schuf, widmete sich die 6B über einen längeren Zeitraum dem dreidimensionalen Gestalten in seinen verschiedensten Facetten: Angefangen vom Formen einfacher Drahtplastiken zum Thema "Körper in Bewegung", die zum Teil an Arbeiten von Alberto Giacometti oder frühe Werke von Alexander Calder erinnern, modellierten sie in weiterer Folge Gesichter aus Ton, "befreiten" (im Sinne von Michelangelo) mit Raspeln und Feilen die in ihren Specksteinen "schlummernden" Figuren, ließen sich von Erwin Wurms "One minute sculptures" zu eigenen Ideen für "soziale Plastiken" inspirieren und entwickelten Ideen für einen Skulpturenpark im Schulgarten.

Beim Arbeiten mit Ton, Stein, Draht oder Papier und Kleister lernten die Schüler*innen nicht nur unterschiedliche Materialien kennen, sondern stärkten auch ihr räumliches Vorstellungsvermögen, ihre Feinmotorik, ihre Problemlösefähigkeit und ihre Kreativität. Außerdem ergaben sich im Zuge dieser intensiven Auseinandersetzung mit dreidimensionalen Kunstwerken wertvolle Gesprächsanlässe über Kunst, Kultur und Gesellschaft.

Doris Karner


Fotos von den Objekten


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