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Never again - Gedenkreise nach Krakau und Auschwitz/Birkenau

Schüler und Schülerinnen aus der 6A, 6B und 7M traten Ende April eine Reise an, die ihnen wohl für immer in Erinnerung bleiben wird. Denn genau um dieses Erinnern an das dunkelste Kapitel des 20. Jahrhunderts sollte es gehen. Gemeinsam mit dem Verein MORAH und rund 1000 anderen Schülern und Schülerinnen aus ganz Österreich verbrachten sie intensive und emotionale Tage in Krakau und Auschwitz/Birkenau.
Am ersten Tag stand nach der Anreise per Bus die Besichtigung des Museums in Auschwitz I am Programm. Dabei wurde den Schülern und Schülerinnen das ganze Ausmaß der Nazi-Schreckensherrschaft vor Augen geführt. Am Abend sollte in einem Likrat-Gespräch eine Brücke zum aktuellen Leben jüdischer Jugendlicher geschlagen werden. Besonders der alltägliche Antisemitismus, dem Gleichaltrige gegenüberstehen, war dabei Teil dieses Programmpunkts.
Am nächsten Tag waren wir beim "March of the living", einem Gedenkmarsch, der uns von Auschwitz I auf das Gelände des ehemaligen Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau bringen sollte, dabei. Die Besonderheit dieser Veranstaltung ist es, dass neben Abordnungen aus aller Welt auch Überlebende des Holocaust an diesem Marsch teilnehmen. Trotz schwieriger Wetterkapriolen, ein Gewitter zog nämlich über das Gelände, konnte man einen Eindruck davon gewinnen, wie unglaublich große Ausmaße die "Vernichtungspolitik" der Nationalsozialisten hatte. Als Zeichen der Mahnung konnten wir zudem durch das Anbringen von "Hoffnungsschildern" an den Gleisen, die ins Lager führten, die Botschaft des Nie-Wieders mit der Welt teilen.
Den krönenden Abschluss der Reise bildete ein Stadtrundgang durch das ehemalige jüdische Viertel Krakaus und ein fulminantes Konzert in der Tempelsynagoge. Dabei wurde gemeinsam getanzt und das Leben gefeiert. Außerdem konnten wir mit Dr. Eva Umlauf eine Zeitzeugin persönlich treffen. Sie schilderte, wie sie als Kleinkind nach Auschwitz gekommen sei und wie sie trotz aller Widrigkeiten gemeinsam mit ihrer Mutter und ihrer jüngeren Schwester überlebt habe. Besonders ihre mahnenden Worte und der klare Auftrag, dass gerade die jüngere Generation die Aufgabe habe, gegen alle Formen von Ausgrenzung und Feindseligkeiten aufzustehen, werden uns alle wohl immer begleiten.

Denise Frühwirth


Fotos von der Gedenkreise


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